Gestern haben wir wie üblich unser „Kulturprogramm” absolviert. So bezeichnen meine Frau und ich spaßhaft unsere Einkaufstour, bei der vor allem dafür gesorgt wird, dass unsere Familie auch in der kommenden Woche etwas zu essen hat. In diesem großen Lebensmittelgeschäft werden auch Produkte angeboten, die nicht (unbedingt) verzehrt werden sollten. Zu ihnen gehören kleine Haushaltsgeräte, Bücher, CDs, DVDs, Zeitungen und Zeitschriften, die nicht weit von den Kassen platziert sind. Kurz entschlossen habe ich eine „ÉS” (ein Akronym für „Élet és Irodalom” – auf Deutsch: „Leben und Literatur”) in den Einkaufswagen gelegt. Ich denke, dass ich mit der scheinbar bedeutungslosen Geste der Bezahlung von 495 Forint (umgerechnet etwa 1,7 Euro) für das Wochenblatt ein klein wenig zur Wiederherstellung der Pressefreiheit in Ungarn beigetragen habe. Die öffentlich-rechtlichen Medien sind nämlich bis Anfang 2014 größtenteils zum servilen Sprachrohr des selbstgefälligen, populistisch-nationalistischen Regierungschefs und seines treuen Klans gemacht worden. – Es lebe die Demokratie!
Leben und Literatur
2014.01.29. 12:49 lakosgabor
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Címkék: 2014 Budapest Ungarn ÉS Pressefreiheit Demokratie Demokratiedefizit Wochenblatt Leben und Literatur Wochenblatt Zeitung Medien öffentlich-rechtlich
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